Wie Laufband richtig einstellen?

Laufen zählt zu den effizientesten Methoden, um die allgemeine Ausdauer zu erhöhen, das Herz-Kreislauf-System zu stärken und Gewicht zu reduzieren. Doch nicht immer ist ausreichend Motivation für einen Lauf im Freien vorhanden. Schlechtes Wetter, Glätte auf der Straße, Hitze oder Kälte minimieren die Freude am Sport außerhalb des Wohnzimmers. Ein Laufband kann Abhilfe schaffen und das Training auch an Tagen ermöglichen, an denen man das Haus lieber nicht verlassen möchte. Doch ein Lauf auf einem statischen Sportgerät ist nicht dasselbe wie ein Training in freiem Gelände. Deshalb gibt es bei der Einstellung des Laufbandes ein paar Dinge zu beachten, bevor man loslegt.

Die richtige Steigung

Will man einen Lauf durch flaches Gelände simulieren, sollte die Steigung zwischen ein und zwei Prozent eingestellt werden. Das hat mehrere Gründe. Erstens fällt in geschlossenen Räumen der Luftwiderstand weg, zweitens muss man sich am Laufband nicht so stark abdrücken wie beispielsweise auf Wiese oder Waldboden. Die minimale Steigung sorgt durch das Abrollen über Vor- und Mittelfuß für ein ökonomisches Laufverhalten.

Dass eine übertriebene Steigung von 15 Prozent oder mehr für einen erhöhten Kalorienbedarf in kürzerer Zeit sorgt, ist ein Mythos. Das Festhalten an der Konsole bei steilerer Lauffläche, was ungeübte Läufer in der Regel tun, hebt das Plus an Steigung außerdem auf.

Das richtige Tempo

Anfangs sollte man ein langsames Tempo einstellen, um sich an die neue Art der Bewegung zu gewöhnen. Viele Läufer haben zu Beginn Schwierigkeiten, die richtige Schrittlänge zu finden. Das Laufband fühlt sich anfangs schneller an als die Straße, weshalb man die Schrittlänge automatisch verkürzt und somit schneller läuft. Ein langsameres Tempo einzustellen wirkt diesem Effekt entgegen und beugt Überlastung vor. Erst wenn man mindestens 30 Minuten ohne Probleme schafft, kann man die Geschwindigkeit steigern. Anzeichen für zu hohes Tempo sind die Notwendigkeit, sich vorne an der Konsole festzuhalten sowie ein Hinausschießen der Füße über die Hinterkante des Laufbandes.

Welches Programm ist das richtige?

Wie alle Fitnessgeräte werden auch Laufbänder immer komplexer und kommen dem Training im Freien immer näher. Viele verschiedene Programme sorgen für Herausforderung und Abwechslung, um beim Training einerseits keine Langeweile aufkommen zu lassen und andererseits eine Steigerung der Leistung zu erzielen.

Wenn man beim Laufen im Freien üblicherweise in eher flachem Gelände trainiert, sollte man ein Programm ohne Bergläufe oder starke Steigungen wählen. Solche Intervallprogramme können zwar ansprechend wirken, sind aber anstrengender als man erwartet. Das Training auf dem Laufband sollte also immer jenem im Gelände angepasst werden. Erst wenn man sich an die Bewegung auf dem Gerät gewöhnt und seine körperliche Leistungsfähigkeit in ausreichendem Maß gesteigert hat, kann man anspruchsvolle Elemente wie Steigungen einbauen. Spezielle Zufallsprogramme erhöhen den Anspruch noch weiter, indem das Laufband eigenständig Steigung und Geschwindigkeit variiert.

Manche Programme laufen auch über den Puls. Das Laufband passt dabei die Schwierigkeitsstufe der Herzfrequenz an und stellt die Anforderung an den Körper somit höher oder niedriger. Was man im Gelände selbst regeln muss, übernimmt hier das Gerät. Wichtig dafür ist natürlich die korrekte Ermittlung der optimalen Pulsfrequenz, die individuell verschieden ist.

Je ausgefeilter ein Laufband ist, desto mehr Möglichkeiten bietet es. Gleichzeitig muss man sich aber auch umso detaillierter damit befassen, um durch die korrekten Einstellungen den Trainingserfolg zu maximieren. Wir zeigen Ihnen die besten Laufbänder im großen Laufband Test.

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